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Im FSJ die eigenen Stärken entdeckt

Wie der Freiwilligendienst Anna Meierebert bei der Berufsentscheidung half

Herford. Wer noch nicht weiß, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll, für den bietet sich ein Freiwilliges Soziales Jahr an. So hat es auch Anna Meierebert gemacht. Sie hat ein Jahr lang als FSJlerin im Offenen Ganztag der Grundschule Stiftberg gearbeitet, in dieser Woche feiert sie ihren Abschied. „Mir hat es auf jeden Fall bei der Entscheidung geholfen“, sagt die 20-Jährige.

Nach dem Abitur an der Gesamtschule in Spenge wollte sie eigentlich studieren. „Ich wusste nur noch nicht, was: Soziale Arbeit oder auf Lehramt“, sagt Meierebert. „Aber jetzt fange ich eine praxisintegrierte Ausbildung als Erzieherin in einer Wohngruppe an.“ So könne sie viel direkter mit den Kindern arbeiten, begründet die junge Frau aus Neuenkirchen bei Melle ihre Entscheidung.

Einblick in die praktische Arbeit

Die OGS Stiftberg ist ein Angebot der Ev. Jugendhilfe Schweicheln (EJHS). „Für viele junge Menschen ist ein FSJ eine tolle Möglichkeit, einen Einblick in die praktische Arbeit mit Kindern zu bekommen“, sagt der zuständige Bereichsleiter Bertram Schwade. „Wer zum Beispiel gerade Abitur gemacht hat und nicht gleich wieder in Vorlesungen und Seminaren an der Uni hocken will, kann hier von Anfang an Teil eines Teams sein.“

So ging es auch Meierebert: „Wir sind hier drei FSJler. Jeder von uns arbeitet in einer Gruppe mit einer Fachkraft an der Seite, mit der wir uns regelmäßig austauschen können.“ Zum Job der 20-Jährigen gehörte auf der einen Seite die Unterstützung der Lehrkräfte während des Unterrichts. „Im Nachmittagsbereich konnten wir FSJler dann gemeinsam Projekte entwickeln. Dafür haben wir ausdrücklich Freiraum bekommen“, sagt Meierebert, „zum Beispiel Kreativangebote oder Sport.“

402 Euro Taschengeld

Zum Jahr in der Freiwilligenarbeit gehören auch Seminartage. An insgesamt vier Seminarwochen hat Meierebert teilgenommen und sich mit FSJlern aus ganz Deutschland getroffen – alles natürlich noch vor Corona. „Da bekommt man einen guten Eindruck von den Einsatzstellen der anderen“, erklärt Meierebert. „Denn nicht jeder arbeitet in der OGS.“ Gemeinsam haben alle allerdings das monatliche Taschengeld von 402 Euro. „Die FSJler nehmen nicht nur viel aus dem Jahr mit, sie leisten auch wichtige Arbeit“, sagt Bertram Schwade. „Das muss honoriert werden.“

Für Anna Meierebert geht die Ausbildung Anfang August los, sie bleibt bei der Ev. Jugendhilfe Schweicheln. „Für mich war es genau der richtige Schritt, ins FSJ zu gehen“, sagt die angehende Erzieherin. Die EJHS bietet für dieses Jahr kurzfristig noch FSJ-Stellen an. Informationen dazu gibt es bei Bertram Schwade unter Telefon 05221/960971 oder online: www.ejh-schweicheln.de

Anna Meierebert hat ein Freiwilliges Soziales Jahr in der OGS Stiftberg absolviert. Jetzt macht sie eine Ausbildung zur Erzieherin.

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