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Halbzeit bei Ausbildungswege NRW

Mehr als 300 junge Menschen in Perspektiven vermittelt

Das ESF-Landesprogramm „Ausbildungswege NRW“ hat zur Halbzeit seiner aktuellen Förderphase bereits mehr als 17.970 junge Menschen in Nordrhein-Westfalen erreicht und begleitet. Ziel des Programms ist es, Jugendliche und junge Erwachsene beim Übergang von der Schule in Ausbildung oder Arbeit zu unterstützen und gleichzeitig Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften zu helfen.

Auch im Agenturbezirk Herford zeigt das Programm deutliche Erfolge. Die Evangelische Jugendhilfe Schweicheln gGmbH und das Fach-Werk-Minden e. V. setzen Ausbildungswege NRW gemeinsam in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke um. Seit Januar 2025 wurden 774 Erstgespräche mit jungen Menschen geführt. Daraus entstanden 307 Vermittlungen in konkrete Anschlussperspektiven – von der betrieblichen Ausbildung über schulische Ausbildungen bis hin zu weiterführenden Bildungsangeboten. Allein 141 junge Menschen konnten in eine betriebliche Ausbildung vermittelt werden. Zusätzlich wurden 246 Praktikumsplätze organisiert, die häufig den ersten Schritt in Richtung Ausbildung darstellen.

„Die Halbzeitbilanz zeigt, dass individuelle Begleitung einen echten Unterschied machen kann“, sagte Chris Dimitrakopoulos, Geschäftsbereichsleiter der Evangelischen Jugendhilfe Schweicheln. „Viele junge Menschen bringen Potenziale mit, benötigen aber Unterstützung bei der Berufsorientierung, bei Bewerbungen oder beim Kontakt zu Unternehmen. Genau hier setzt das Programm an. Jeder erfolgreiche Ausbildungsstart ist ein Gewinn – für die jungen Menschen ebenso wie für die Betriebe.“ Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sei die enge Zusammenarbeit der Netzwerkpartner sowie mit den Berufskollegs. „Die Zahlen zeigen, dass sich die intensive Netzwerkarbeit auszahlt“, sagte Bianca Johanning, Bereichsleiterin beim Fach-Werk-Minden. „Besonders wichtig ist uns, junge Menschen nicht nur kurzfristig zu beraten, sondern sie über einen längeren Zeitraum zu begleiten. Oft braucht es mehrere Anläufe, Praktika oder Gespräche, bis die passende Perspektive gefunden ist. Umso schöner ist es, wenn daraus am Ende ein Ausbildungsvertrag entsteht.“ Die häufigsten Vermittlungen erfolgten in betriebliche Ausbildungen. Gleichzeitig zeigt die tägliche Arbeit der Jobcoaches, dass viele Jugendliche mit Herausforderungen wie fehlender Tagesstruktur, psychischen Belastungen oder Unsicherheiten bei der Berufswahl konfrontiert sind. Umso wichtiger sei ein verlässliches Unterstützungsangebot, das individuell auf die Bedürfnisse der jungen Menschen eingeht.

Für die zweite Hälfte der Förderphase wollen die Projektpartner den erfolgreichen Weg fortsetzen und weiterhin junge Menschen sowie Unternehmen zusammenbringen. Denn die bisherigen Ergebnisse zeigen: Mit der richtigen Unterstützung können Ausbildungswege eröffnet und Zukunftsperspektiven geschaffen werden.

Ausbildungswege NRW ist ein landesweites Förderangebot des MAGS (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen) im Rahmen der Fachkräfteoffensive NRW. Es wird gemeinsam mit der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit sowie dem MSB (Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen) umgesetzt und aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW gefördert. Die beiden Träger arbeiten eng mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter Herford, dem Amt proArbeit – Jobcenter Kreis Minden-Lübbecke, der Regionalagentur OWL sowie den Kommunalen Koordinierungsstellen „KAoA – Übergang Schule-Beruf in NRW“ beider Kreise zusammen. Fachlich begleitet wird Ausbildungswege NRW durch die G.I.B. – Gestaltung, Innovation und Beratung in der Arbeits- und Sozialpolitik GmbH.

Bild: Vertreterinnen und Vertreter des Programms Ausbildungswege NRW.